Jahrelang stand bei Photovoltaik-Anlagen nur noch das schnelle Geld im Vordergrund. Veränderte Förderrichtlinien und fallende Anlagenpreise bringen uns wieder ins Gedächtnis, dass PV-Anlagen die Möglichkeit eröffnen, mit der Selbstnutzung des Sonnenstroms bares Geld zu sparen. Nun kann die selbsterzeugte Energie vom Dach mit dem Strom aus dem Netz durchaus konkurrieren – und der Vorteil wird Jahr für Jahr größer.

Bereits heute liegt die zu erzielende Rendite für Ein- und Zweifamilienhäuser mit Photovoltaik-Anlage bei eindrucksvollen knapp acht Prozent. Durch den zusätzlichen Einbau einer Wärmepumpe (welche den Gas oder Ölbedarf deutlich reduziert, dafür aber mehr Strom benötigt), steigt die Rendite sogar auf deutlich über acht Prozent. Beeindruckende Rendite-Zahlen, die kein Bankinstitut und kein seriöses Geschäftsmodell heute bieten.

Solarstrom: Lohnt sich das überhaupt noch?

Immer wieder wird man mit dieser Frage konfrontiert. Die Antwort von uns: aber selbstverständlich. PV-Module wurden Jahr für Jahr günstiger. Laut einer Statistik des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind Solarstrom-Anlagen seit 2006 um fast 60 Prozent billiger geworden. Lagen die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage im Jahr 2006 noch bei rund 5.000 Euro pro Kilowattpeak, so ist heute mit Kosten inklusive Installation deutlich unter 1.800 Euro zu rechnen.


Wie funktioniert eine PV-Anlage?

 

Eine Photovoltaikanlage besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • Solarmodulen
  • Wechselrichter
  • Stromzähler (Zweirichtungszähler)

Solarmodule

Solarmodule sind das Herz einer Photovoltaikanlage. Hier wird das Licht in Gleichstrom umgewandelt. Um diesen nutzen zu können wandelt ihn ein Wechselrichter in Wechselstrom um. Solarmodule bestehen aus 36 bus 72 Solarzellen. Eine Solarzelle besteht in der Regel aus Silizium. Silizium hat die Eigenschaft, Strahlungsenergie in Strom umzuwandeln. Auch ein bewölkter Himmel führt zur Stromproduktion. Das diffuse Licht wird von den Solarzellen genau wie direktes Licht erfasst. Dies nennt man den photovoltaischen Effekt. Darauf beruht der Name demnach auch der Name der Technik: Photovolatik. Eine Solarzelle besteht aus zwei Silizium-Plättchen, die aufeinander liegen. Silizium ist ein Halbleitermaterial und dementsprechend elektrisch leitfähig. Die Außenseiten der Plättchen sind mit metallischen Kontakten besetzt. Zudem wurden die Silizium-Plättchen mit Bor und Phosphor bearbeitet, was dazu führt, dass eine elektrische Spannung entsteht. Treffen nun Lichtstrahlen auf die Zelloberfläche der Plättchen kommt es zu einer Teilchenbewegung, die man Strom nennt.

Wechselrichter

Der Wechselrichter ist für die Funktionsweise einer Photovoltaikanlage entscheidend. Er bildet das Bindeglied zwischen den Solarmodulen und dem Stromnetz. In den Modulen wird Gleichstrom hergestellt, der für die Verwendung in Wechselstrom umgewandelt werden muss. Nicht zu verachten ist der WIrkungsgrad des Wechselrichters. Gute Modelle haben inzwischen einen Wirkungsgra von mehr als 98%. Der Wechselrichter ist die Komponente einer PV-Anlage, die eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Ausbeute von Solarstrahlung einnimmt. Denn mit der Auswahl des Wechselrichters entscheidet sich auch, ob die Anlage ihr Maxiumum an Leistung in einem Jahr bzw. im Tagesverlauf erzielt. Wechselrichter können unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen erkennen, haben Schattenmanagement und können in ganz unterschiedlichen Spannungsbereichen arbeiten und eingesetzt werden. Die Auswahl des für Sie am besten geeigneten Wechselrichters ist ein entscheidendes Kriterium für die Funktionsweise und den Ertrag der Solaranlagen.

Stromzähler bzw. Zweirichtungszähler

Der Stromzähler ist für die Einspeisung und in das öffentliche Stromnetz und den Bezug aus dem öffentlichen Stromnnetz verantwortlich. Er zählt die Kilowattstunden, die eingespeist wurden und die Kilowattstunden, die bezogen wurden. Sie können somit die auf dem Dach produzierte Energie zuerst selbst im Haushalt nutzen und nur die überschüssige Energie einspeisen. So werden die Stromkosten deutlich gesenkt. Lohnt sich Solarstrom also überhaupt noch? - Ja, es lohnt sich!